Einen Abstecher ins Innere Bahias - Brasilien
Von Rio de Janeiro zur Amazonasmündung bei Belém erstrecken sich kilometerweite Sandstrände unter Kokos- oder Ölpalmen zwischen scharfen Klippen, an denen hohe Wellen sich brechen und sanfte Buchten hinter vorgelagerten Felsen. Ein Tauchparadies ist unter anderem die vulkanische Inselgruppe Abrolhos. Beliebt sind die Strände der Entdeckungsküste um Porto Seguro. Surfen lässt sich bis hin zu den unterschiedlichen Inselstränden. Als einer der weltschönsten Strände gilt der Jericoacoara etwa 300 km nordwestlich von Fortaleza - welche eine Brasilien Reise erst richtig Interessant macht. Weit im Atlantik liegt die Inselgruppe Fernando de Noronha, wo sich am besten Delfine, Rochen und Meeresschildkröten beobachten lassen.
In den Städten Recife mit Olinda („der Schönen“) und Salvador da Bahia zeigt sich am deutlichsten die Seele des buntgemischten „Nordeste“. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist fast immer oder streckenweise arm. Die Altstadt Olindas zählt zum Weltkulturerbe wie auch das historische Zentrum Salvadors. Salvador da Bahia besteht aus einer Unter- und Oberstadt, die mit Fahrstühlen, Standseilbahnen und steilen Gassen verbunden sind. Der schräg abfallende Largo do Pelourinho war einst Sklavenpranger. Das Bundesland Bahia gilt in Brasilien als Wiege des von Sklaven entwickelten artistischen Kampftanzes Capoeira, von dem zwei Richtungen gepflegt werden: Die langsamere Capoeira de Angola ist die traditionsbewusstere und ihre trickreichen Einzelkämpfe im Kreis von Instrumentalisten und Sängern werden dicht am Boden gespielt. Die schnelle Capoeira Regional ist meist auf öffentlichen Plätzen zu sehen. Salvador gilt sowohl im Hinblick auf mystische Kulte als auch die Hautfarbe als \"schwarzes Rom\".
Im Inneren Bahias leben kinderreiche Familien teils ohne Telefon, Strom oder sanitäre Anlagen. Andererseits befindet sich dort die Chapada Diamantina, in der zwar kaum noch Diamanten zu finden sind, aber Bergkristalle, Tropfsteinhöhlen, bunte Sandsteine und Schiefer. Dort sprudelt Coca-Cola-farbendes Wasser durch eine Canon-Landschaft von unterschiedlichen Höhen herab. Aus der ganzen Welt machen sich Kletterer wie Wanderer hierher auf den Weg.